Vom 22. bis 26. Juni haben 48 Schülerinnen und Schüler des Otto-Schott- Gymnasiums und der Hildegardisschule Bingen an einer Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz teilgenommen. Begleitet wurde die Fahrt fachlich von Birgit Kita von SchUM-Städte e.V. sowie Lea Bergweiler vom 05ER Klassenzimmer und Tobias Rinauer, stellvertretender Pressesprecher des 1. FSV Mainz 05. Zur Vorbereitung der Fahrt gab es verschiedene Workshops, einen Projekttag in Mainz auf den Spuren jüdischen Lebens und eine digitale Führung durch das Lager. Vor Ort besuchten die Jugendlichen das Konzentrationslager Auschwitz und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, Schindlers Fabrik sowie Orte jüdischen Lebens in Krakau.
Die Exkursion ermöglichte den Jugendlichen eine intensive Auseinandersetzung mit den Verbrechen der NS-Zeit und eröffnete zugleich neue Perspektiven auf jüdisches Leben damals und heute. Die Eindrücke der Reise wirkten weit über den Aufenthalt hinaus und bildeten die Grundlage für eine weiterführende Beschäftigung mit Erinnerungskultur, Antisemitismus und gesellschaftlicher Verantwortung.
Am 12. August haben die Schülerinnen und Schüler des Otto-Schott-Gymnasiums und der Hildegardisschule eine Nachbereitung der Gedenkstättenfahrt in der MEWA ARENA durchgeführt. Unter der Leitfrage „Auschwitz – was bleibt?“ ließen die Jugendlichen ihre Eindrücke von der Reise Revue passieren, nahmen neue Impulse auf und diskutierten gemeinsam mit geladenen Gästen die Frage, welche Bedeutung Gedenkstättenfahrten und Erinnerungskultur heute haben. Moderiert wurde die Veranstaltung von Birgit Kita von SchUM-Städte e.V.. Mit den Jugendlichen diskutierten Monika Fuhr, Beauftragte des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz für Jüdisches Leben und Antisemitismusfragen, Rabbiner Aharon Ran Vernikovsky sowie ein Vertreter des Begegnungsprojekts „Meet a Jew“. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung solcher Bildungsreisen für die Antisemitismusprävention, die Verantwortung für eine lebendige Erinnerungskultur sowie Fragen nach jüdischem Leben nach dem Holocaust und in der Gegenwart. In der besonderen Atmosphäre der Lounge der MEWA ARENA entstand ein intensiver Austausch – begleitet von einem beeindruckenden Blick auf das Stadion.
Organisiert wurde die reise seitens der Schulen durch die Lehrkräfte Herr Comagic und Herr Conzemius von der Hildegardisschule Bingen sowie Frau Schiffel- Eimermann und Frau Bräutigam vom OSG Mainz. Finanziell ermöglicht wurde die Reise durch Mainz 05 hilft e.V. sowie das Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) gGmbH, die Bethe-Stiftung, das Bundesprogramm „Jugend erinnert“ sowie das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.