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: Eine Geschichtsstunde der etwas anderen Art

Am 19.10.2026 erlebte die Klasse 9c eine Geschichtsstunde der besonderen Art, nämlich in Form einer Exkursion hoch zum Niederwalddenkmal. Dieser Ausflug bot sich an, da die Lerngruppe im Geschichtsunterricht aktuell das Deutsche Kaiserreich als Reihe behandelt.

Zunächst ging es zu Fuß von der Schule bis zum Rhein, wo wir mit der Fähre auf die andere Seite hinübersetzen. Angekommen auf der hessischen Rheinseite gingen wir zu Fuß zur Talstation, um mit der Seilbahn zur 1883 eingeweihten Germania hochzufahren. Dort wurden die Schülerinnen zunächst befragt, welchen Eindruck das Monument auf sie macht. Das Niederwalddenkmal ist weit hier in der Region sichtbar, aber steht man erst einmal direkt davor, wirkt es umso imposanter und mächtiger. Anhand eines Arbeitsblatts erschlossen sich die Lernenden anschließend in Kleingruppen die einzelnen Elemente des Nationaldenkmals mit ihrer Bedeutung. Hierbei wurde ihr Vorwissen aus den letzten Unterrichtsstunden aktiviert, z. B. zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Die Ergebnisse wurden dann im Plenum gesammelt. Abschließend diskutierten die Schülerinnen, ob das Niederwalddenkmal heutzutage als Erinnerungsort noch zeitgemäß sei oder verändert oder sogar demontiert werden müsse. Mehrheitlich sprachen sie sich dafür aus, dass die Germania die Erinnerung an das Kaiserreich und die damals existierende deutsch-französische Feindschaft wachhalte und damit erhalten bleiben müsse. Eine Schülerin sagte in diesem Zusammenhang, dass Vergangenheit und Gegenwart sich im Nationalbewusstsein sowie in den Beziehungen zu Frankreich deutlich unterscheiden und klar voneinander getrennt werden müssen.

Danach gab es noch die Gelegenheit zu ein paar Fotos an diesem tollen Aussichtsort und wir legten noch eine Essenspause ein, bevor nach Rüdesheim herabstiegen und mit der Fähre zurück nach Bingen fuhren.

Johann-Christoph Glöckner